Mein Vater, das Buch, die Geschichte

Als Sanitätsoffizier im Rußlandfeldzug

75 Jahre sind vergangen, seitdem deutsche Soldaten am 22. Juni 1941 die damalige Sowjetunion überfielen. Der Feldzug ist unter dem Namen „Unternehmen Barbarossa“ in die Geschichte eingegangen. Der Vormarsch endete bereits sechs Monate später nach der „Schlacht um Moskau„.

Als Sanitätsoffizier im Rußlandfeldzug

Als Sanitäsoffizier im Rußlandfeldzug

Mein Vater

Dr. Hermann Türk erlebte diese Zeit als Sanitätsoffizier  in den vordersten Linien des Rußlandkrieges. Trotz extremer körperlicher und psychischer Belastung während des Vormarsches, schaffte er es, rund 600 Farbaufnahmen anzufertigen. Farbfilme waren zu jener Zeit noch sehr selten, schwierig zu erwerben und teuer. Außerdem galt es, die Filmrollen von der Zensur unentdeckt nach Hause zu schaffen.

Gleichzeitig schrieb er nahezu täglich ein Tagebuch. Seine Aufzeichnungen und die Bilder erschliessen den Lesenden ein realistisches Bild der Ereignisse jener Tage. Gleichzeitig nehmen sie, gleichsam im Zeitraffer, in der Zeitspanne von sechs Monaten von Juni bis Dezember 1941 den Kriegsverlauf vom Angriffsbeginn auf Russland „Hurra, jetzt wird endlich abmarschiert“ bis zur Niederlage 1945 vorweg, auch wenn der Niederlage in der „Schlacht vor Moskau“ noch verlustreiche Jahre für alle Kriegsparteien folgen sollten. Auch das Schicksal meines Vaters ist bemerkenswert, der durch seine Verwundung Anfang Dezember 1941 die „Schlacht um Moskau“ nicht mehr erleben musste und so den Krieg überlebte.

Das Buch

75 Jahre nach diesen dramatischen Ereignissen und genau 40 Jahre nach dem Tod meines Vaters sind nun eine große Auswahl der Bilder und das Tagebuch Dank des engagierten Verlegers Axel Urbanke als Buch erschienen. Auszüge des Tagesbuchs wurden bereits im Echolot-Buchprojekt „Barbarossa’41“ veröffentlicht.

Die Geschichte

Damit enden zahlreiche vorherige Veröffentlichungsversuche, die ich zusammen mit meinen Halbbrüdern unternommen hatte. Denn immer wieder gab es zuvor begeisterte Rückmeldungen von Menschen, die das Tagebuch gelesen oder die die Dias angeschaut hatten, was dazu führte, sich erneut Gedanken um eine Publikation zu machen. Es wäre schade gewesen, diesen Schatz der Öffentlichkeit vorzuenthalten. Auch weil die durch Bild und Text so eindringlich nachzuempfindene Grausamkeit des Krieges der Aussage „Nie wieder!“ eine neue Kraft verleiht.

Gleichzeitig sehe ich in die Veröffentlichung auch ein gewisses Wagnis. Denn auch wenn mein Vater, nach Aussage, die ein Freund vom ihm mir gegenüber gemacht hatte, „niemals einen Menschen erschossen hat“, so war er auch als Arzt Teil eines Angriffs- und Vernichtungskrieges. Und auch seine im Tagebuch zwangsläufig unreflektierten Emotionen sind nun in der Öffentlichkeit und damit in der Welt.

Ich nehme dieses Wagnis aber gerne auf mich, denn wie heißt es in einem Buchtitel von Elisabeth Wellendorf: „Sich erinnern ist, am Haus seiner Geschichte zu bauen“.

Das Buch ist im 24 x 28,5 cm – Großformat erschienen, hat 568 Seiten und wiegt 3,6 (!) kg. Es verfügt über 444 Fotos sowie 40 Farbkarten und kann hier für den Preis von 79.-€ zzgl. Versandkosten bestellt werden. Musterseiten sende ich auf Anfrage gerne zu.

Schreibe einen Kommentar

Or